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Die Achtsamkeit liegt mir besonders am Herzen. Sie ist keine Methode an sich. Sie ist vielmehr ein Lebensweg.

Achtsamkeit bedeutet seine Aufmerksamkeit willentlich und ohne zu urteilen auf diesen Moment - Hier und Jetzt - zu lenken.

Dazu verwenden wir bei den formalen Achtsamkeitsübungen ein "Objekt" auf das wir unsere Aufmerksamkeit lenken, z.B. die Flamme einer Kerze, ein Mantra.

Die Atmung eignet sich ganz besonders dazu diesen Moment bewusst wahrzunehmen. Aber auch der Körper und die Körperempfindungen oder Tätigkeiten z.B. Essen, Zähneputzen, Teetrinken können Inhalt der Achtsamkeitspraxis sein.

Achtsamkeit befähigt uns uns jeden Moments des Lebens bewusst zu sein und aktiv an unserem Leben teilzunehmen. Achtsamkeit hängt auch mit Akzeptanz zusammen. Wenn ich achtsam wahrnehme wie etwas gerade ist ohne es zu verändern, dann werde ich es akzeptieren müssen. Alles ist so wie es gerade ist.

Das bedeutet wiederum nicht in eine letarge Untätigkeit zu verfallen. Nein. Ich akzeptiere etwas und spare mir damit die zusätzliche Belastung durch Fragen nach dem "Warum gerade ich", "Sollte es nicht anders sein"... ich spare mir den Zorn auf mich selbst, die Abwertung, Schuld, Scham, die damit verbunden sind. Ich nehme es an wie es gerade ist, es ist einfach so. Und dann verändere ich es so gut ich kann.

Hier hören sie schon einen weiteren Punkt der Therapie heraus: Das Selbstmitgefühl. Wenn wir uns selbst schätzen und gut behandeln, werden wir empathischer, wir sorgen besser für uns und andere, wir bekommen mehr Zugang zu unseren Werten, Bedürfnissen und leben mehr nach diesen.