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Der Weg

 

Ich suche und suche und finde ihn nicht,

dichter Nebel versperrt mir die Sicht.

 

Ich suche und suche und irre umher,

doch weil ich nichts sehe, fällt es mir schwer

 

mich zu entscheiden für eine Richtung -

wo ist der Weg der führt auf die Lichtung?

 

Die Lichtung, sie liegt in der Zukunft so fern,

ich kann sie nicht sehen - und doch träum ich gern.

 

Ich irre und irre im Nebel umher

und komme der Zukunft nicht hinterher.

 

Ich irre und irre der Nebel so dick,

legt sich wie eintausend Hände zum Strick,

 

das Bild so verschwommen - vielleicht nur ein Trick?

 

Sie ziehen und zerren an mir herum,

der Kampf ist verzweifelt, sinnlos und dumm.

 

Je mehr ich mich wehre, trete und schnaube -

desto dicker legt sich die bleierne Haube.

 

Bin ich es selbst der den Atem mir raube?

 

Erschüttert schau ich mich um - kanns kaum glauben,

dünner und dünner, Irrlichtern ihrer Magie berauben.

 

Sie ziehen sich schimpfend und murmelnd zurück,

der Nebel erscheint nicht mehr so dick, was für ein Glück!

 

Ich komme an bei mir - im Hier und Jetzt,

frage mich hinter was ich nur hergehetzt?

 

Mehr, mehr, mehr: Erfolg, Reichtum, Gier,

beschwören den Nebel, wie Rotes den Stier.

 

In seinem Hintern stecken die Pfeile,

wie in uns Genusssucht, Vergleich und Langeweile.

 

Ich irrte und irrte im Nebel umher,

legte jedem Schatten an das Gewehr.

 

Doch den Weg auf die Lichtung - so nah und so fern -

kann ich nur finden indem ich lern,

 

dass die Lichtung in mir und der Weg gar nicht weit,

den Sinn des Lebens hält in der Endlichkeit

 

aller Dinge, die vergänglich kommen und gehn,

während wir uns um die eigene Achse drehn.

 

Viel besser in der Mitte zu ruhn und zu sehn,

statt Stunde um Stunde sinnlos zu gehn,

 

wie sich Leben entfaltet und vergeht

und jeder seinen eigenen Weg zurück legt.

 

Den richtigen Weg, trägt jeder im Herzen,

er bringt zum Leuchten, was die Irrlichter schwärzen.

 

Der richtige Weg den wirst du erkennen,

wenn du ehrlich zu dir und aufhörst zu rennen.

 

Der richtige Weg tut vor allem nicht weh,

drum richte dich auf, nimm Hoffnung und Mut und geh,

 

genüsslich und langsam deinen Werten entgegen,

an allen Tagen, ob Sonne ob Regen,

wirst du immer nur dir selbst in allem begegnen.

 

Chancen

 

Denk ich an die Zeit zurück,

ist´s mir als hätten dich Engel geschickt.

 

Wär ich ein Vögelein flög ich zu dir,

doch ohne Zeitreise bleib ich all hier.

 

Chancen im Leben kommen und gehen,

doch wenn wir sie zweimal lassen stehen,

 

schließen sich Türen - die Vergangenheit lässt

sich nicht ein und ausladen, wie Gäste zum Fest.

 

Hätte, Könnte, Würde... die Traurigkeit fließt,

versickert im Boden bis er sich schließt.

 

Hoffnung entspringt einem Samenkorn

auch wenn er noch immer sticht der Sporn.

 

Erkenntnis geht mir ihr Hand in Hand -

heute bin ich offen für das Glück ich einst fand.

 

Es bleibt mir nichts als Dankbarkeit

und der Wagemut - ich bin bereit!